Fremdsprachen

Der Unterricht in den Fremdsprachen an der Freien Schule Lech-Donau umfasst die Sprachen:

  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch

 

Alle Schüler*innen werden ab der ersten Klasse in den Fremdsprachen Englisch und Französisch unterrichtet. Von Beginn an findet der Fremdsprachenunterricht in der jeweiligen Fremdsprache statt. So lernen die Kinder schnell, sich in die Sprache einzufühlen. Es findet ein Spracherwerb statt, der dem Erlernen der Muttersprache ähnelt. So ist in den ersten drei Schuljahren der Fremdsprachenunterricht durch Nachahmung geprägt: Es werden gemeinsam Sprüche, Gedichte und Geschichten gelernt und deren Inhalte durch die Lehrkraft verbildlicht. Das Schreiben in der Fremdsprache sowie das Erlernen erster grammatikalischer Prinzipien beginnen in der Regel in der 4. Klassenstufe. Nach dem Erwerb der Grundkenntnisse kann die Lehrkraft ein Lehrwerk zur erweiterten Sprachenlehre einsetzen.  Ab der 10. Klassenstufe besteht für die jeweilige Klasse die Möglichkeit, statt Französisch die Sprache Spanisch zu wählen. Die gewählte Sprache wird dann im Abitur als spätbeginnende Fremdsprache mit dem Niveau B1 mündlich geprüft.

 

Sprachzertifikat DELF

Ab der 8. Klassenstufe wird das Ablegen des Sprachzertifikats DELF in Französisch für unterschiedliche Niveaustufen angeboten.

Deutsch

Der Deutschunterricht gliedert sich in Hauptunterricht und Übungsstunden. Der Hauptunterricht findet in Epochen statt. Diese haben eine Dauer von 3 bis 5 Wochen und ermöglichen durch die tägliche Zuwendung eine intensive Beschäftigung mit dem jeweiligen Wissensthema, in das Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinsam eintauchen. Dabei soll der Mensch als ganzheitliches Wesen angesprochen werden. Durch die zeitliche Komprimierung und dem von den Schüler*innen selbst gestalteten Epochenheft, in dem sie Erarbeitetes in Form von Texten und Zeichnungen festhalten, wird eine tiefgehende Verbindung mit den Inhalten angestrebt. Der Epochenunterricht wird bis Klasse 8 von Klassenlehrer*innen nach dem Waldorflehrplan durchgeführt. In der Oberstufe ab Klasse 9 wird der gesamte Deutschunterricht von Fachlehrer*innen übernommen. Der Unterricht hat nun einen wissenschaftlichen Charakter, um die Kinder vom 14. Lebensjahr an zu einer eigenständigen Urteilsbildung zu ermutigen. So sollen die jungen Menschen eigene Antworten auf ihre Fragen finden. In der Oberstufe werden zunehmend Inhalte der staatlichen Lehrpläne vermittelt.

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik

Mathematik
Mathematik ist keine abgehobene Theorie, sondern begegnet uns ständig im täglichen Leben. In der Unter- und Mittelstufe ist es uns wichtig, sie persönlich erfahrbar zu machen, so dass in der Oberstufe komplexe mathematische Zusammenhänge nachvollzogen werden können. Wichtig ist uns stets die Anwendung der Mathematik in der Praxis, wie zum Beispiel im Feldmess-Praktikum.

Naturwissenschaft
in Bearbeitung

Technik
Wir leben in einem von Technologie geprägten Zeitalter. Der rasante Fortschritt des Gebietes in den letzten Jahrzehnten macht auch vor der Schule nicht halt. Während in der Unter- und Mittelstufe mehr Wert auf das „eigentliche Tun“ gelegt wird, kommt mit dem Eintritt in die Oberstufe auch das Fach Technik hinzu. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Verknüpfung technologischer Kompetenzen und der gezielten nutzbringenden Anwendung naturwissenschaftlicher bzw. technischer Erkenntnisse. Zentrale, gesellschaftlich relevante Themen, wie der Umweltschutz, die Sicherung der Energieversorgung und Nutzen und Folgen der Digitalisierung kommen hierbei eine zentrale Bedeutung zu. Die Schüler*innen sollen ein kritisches Verantwortungsbewusstsein für den Einfluss von Technik auf Natur, Umwelt und sich selbst entwickeln. Dabei sollen sie fächerübergreifend ihre Kenntnisse über die komplexe und wechselseitige Abhängigkeit zwischen Mensch und Umwelt erweitern.
 

Gesellschaftswissenschaften

Geschichte
Geschichte ist viel mehr als nur stures Auswendiglernen von Zahlen, sie dient dem individuellen Erkenntnisprozess der Schüler*innen. In der Unterstufe ist der Geschichtsunterricht noch eingebettet in den Heimat- und Sachkundeunterricht, bekommt dann mit dem Eintritt in die Mittelstufe eine neue Qualität. In den Klassen 5-8 liegt der Schwerpunkt auf der chronologischen Kulturgeschichte, welche einfache Vergleiche zur heutigen Lebensrealität der Schüler*innen zulässt. Das Individuum steht hier im Mittelpunkt und wird an konkreten Einzelfällen erarbeitet. Die Auflösung der Grenzen zwischen der eigenen Regional-/Landesgeschichte und der Weltgeschichte sowie das Verständnis historischer Zusammenhänge und Hintergründe zielen auf den Aufbau eines individuellen Geschichtsbewusstseins ab. Die aktive Teilhabe der Schüler*innen an dem Fach wird dadurch verstärkt, dass Geschichte sich wandelt, weil sie selbst nur ein Kulturprodukt ist.

Kunstbetrachtung
Kunst geht uns alle etwas an! Künstlerisches Handeln ist die Urform freien menschlichen Handelns. Kunst spiegelt das Innere des Menschen, also auch das Innere der Schüler*innen. Während bei der Beschäftigung mit Naturwissenschaften alles nach Ursache und Wirkung geordnet wird, können bei den Schüler*innen, durch die Auseinandersetzung mit der Kunst viele verschiedene Lebensfragen angeregt und besprochen werden. Während der Klassenlehrerzeit werden hierfür erste Grundsteine gelegt. Mit Eintritt in die Oberstufe setzt das Fach Kunstbetrachtung ein. Neben der Vermittlung kunsthistorischen Grundwissens steht die Ausbildung eines ästhetischen Urteilsvermögens. Das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung wird gestärkt. Kunst ist zudem nicht nur die Abbildung von Vergangenheit und Gegenwart, sie hat auch etwas Visionäres.
 

Musik

Immer wichtiger wird es heute, die Musik nicht aus dem Leben auszugrenzen, sondern sie als etwas elementar Menschliches erleben zu lassen. Das bedeutet, dass musikalische Erziehung auch in anderem Unterricht (Hauptunterricht, Fremdsprachen) erfolgt, nicht nur im Musikunterricht.

Ab der ersten Klasse beginnt im Rahmen des Musikunterrichts das Flötenspiel mit der pentatonischen Flöte. Durch das Instrumentalspiel entwickelt sich das freie schöpferische und künstlerische Gestalten im Kind.

Handwerklich-künstlerisch-praktischer Unterricht

Der handwerklich-künstlerische Unterricht greift den menschlichen Wunsch nach praktischem Schaffen und kreativem Gestalten auf. Der schöpferische Prozess ermöglicht einen individuellen Lebensbezug. Gleichzeitig wird die Motorik gefördert.

Der handwerklich-künstlerisch-praktische Unterricht ist jahrgangsstufenspezifisch an die Entwicklung der Schüler*innen angepasst und umfasst die Fächer:

  • Handarbeit,
  • Werken,
  • Gartenbau,
  • Kunst.

Die praktischen Fähigkeiten unserer Schüler*innen werden durch den Unterricht im Bereich Handarbeit und Handwerk mit verschiedenen Materialien und Arbeitstechniken und im Bereich Gartenbau gefördert.

Von Anfang an lernen die Schüler*innen gemeinsam in der Handarbeit das Stricken, Nähen und Schneidern. Sie sägen, hämmern und feilen später zusammen im Werkunterricht.

Fertiggestellte Werkstücke vermitteln den Kindern Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen.

 

Die während der Klassenlehrer*innenzeit erworbenen Fertigkeiten bilden die Grundlage für den künstlerisch-praktischen Unterricht in der Oberstufe. Das Niveau der Gestaltungsfähigkeit steigert sich altersentsprechend, der Arbeitsprozess muss gedanklich durchdrungen und dann von der Planungsphase in die schöpferische Phase übergeführt werden.

Religionsunterricht und Ethik

Der konfessionelle Religionsunterricht ist auch an der Freien Schule Lech-Donau Pflichtfach und wird von Lehrkräften der jeweiligen Konfession erteilt. Für Kinder und Jugendliche, die keiner Konfession angehören oder aus anderen Gründen diesen Unterricht nicht besuchen sollen, wird ein konfessionell ungebundener Ethikunterricht angeboten. Die Wahl des Religionsunterrichtes liegt in der Entscheidung der Eltern (erziehungsberechtigten Personen) bzw. bei den volljährigen Schüler*innen. Der Religions- und Ethikunterricht findet im Rahmen des Stundenplanes statt.

Natur und Umwelt

Die Schüler*innen werden zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt erzogen, damit sie die Grundlagen für ein natürliches und nachhaltiges Leben kennenlernen und diese auch für zukünftige Generationen erhalten können.

Allgemeine Lerninhalte sind

  • den verantwortungsbewussten Umgang mit der natürlichen und gestalteten Lebenswelt und ihren Ressourcen kennenlernen,
  • die Solidarität mit und in der sozialen Gemeinschaft erfahren und erleben,
  • eine kritisch-konstruktive Haltung zur Naturwissenschaft und Technik einnehmen und
  • das Bewusstsein für die Bedeutung von Kultur und Geschichte und die damit verbundenen Werte und sozialen Orientierungen entwickeln.

Eine wirksame Umwelterziehung leitet sich aus konkretem Handeln ab, und zwar sowohl in individuellem wie gemeinschaftlichem Tun.